Was es beim Handel mit Kryptowährungen zu beachten gilt und wo Gefahren lauern.
07.02.2018

Auch die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat eine Warnung zu einer Reihe von Risiken herausgegeben, die sich aus dem Kauf, Halten oder Handel mit virtuellen Währungen wie Bitcoins ergeben. 



Die EBA erklärte, dass die Verbraucher bei der Verwendung virtueller Währungen als Zahlungsmittel nicht durch Regulierung geschützt sind und Gefahr laufen, ihr Geld zu verlieren. Er fügte hinzu, dass es keine Garantie dafür gibt, dass die Währungswerte stabil bleiben. Die Warnung wurde herausgegeben, während die Behörde alle relevanten Aspekte im Zusammenhang mit virtuellen Währungen bewertet, um festzustellen, ob virtuelle Währungen reguliert und überwacht werden können und sollten.

 

Während virtuelle Währungen weiterhin Schlagzeilen machen und sich zunehmender Beliebtheit erfreuen, müssen sich die Verbraucher der Risiken bewusst bleiben. Insbesondere sollten sich die Verbraucher bewusst sein, dass Börsenplattformen in der Regel nicht reguliert sind und keine Banken sind, die ihre virtuelle Währung als Einlage halten. Gegenwärtig gibt es in der EU keine spezifischen regulatorischen Schutzmechanismen, die Verbraucher vor finanziellen Verlusten schützen würden, wenn eine Plattform, die virtuelle Währungen austauscht oder hält, ausfällt oder ausfällt.

 

Die EBA fügte hinzu, dass die "digitalen Geldbörsen", die die virtuelle Währung der Verbraucher enthalten, die auf Computern, Laptops oder Smartphones gespeichert sind, für Hacker nicht undurchdringlich sind. Es wurden Fälle gemeldet, in denen Verbraucher erhebliche Mengen an virtueller Währung verloren haben, mit geringer Aussicht auf eine Rückgabe. Bei der Verwendung von virtueller Währung für kommerzielle Transaktionen sind die Verbraucher auch nicht durch irgendwelche Rückerstattungsrechte nach EU-Recht geschützt.

 

Die EBA erinnerte auch daran, dass Transaktionen in virtueller Währung, die einen hohen Grad an Anonymität bieten, für kriminelle Aktivitäten, einschließlich Geldwäsche, missbraucht werden könnten. Dieser Missbrauch könnte die Strafverfolgungsbehörden veranlassen, die Austauschplattformen kurzfristig zu schließen und zu verhindern, dass die Verbraucher Gelder, die die Plattformen für sie bereithalten, abrufen oder abrufen.

 

Die Verbraucher sollten auch darauf achten, dass das Halten virtueller Währungen steuerliche Auswirkungen hat, und sie sollten sicherstellen, dass sie gebührend berücksichtigen, ob in ihrem Land bei der Verwendung virtueller Währungen Steuerverbindlichkeiten gelten.

 

Die EBA empfahl, dass Verbraucher, wenn sie virtuelle Währungen kaufen, ihre spezifischen Merkmale vollständig verstehen und kein "echtes" Geld verwenden sollten, das sie nicht verlieren könnten.

 

Quelle: European Banking Authority, EBA

 

 

TIPP vom BSZ e.V.

 

Die Sorglosigkeit mit der mancher Besitzer von Kryptowährungen mit ihrer elektronischen Brieftasche umgehen  kann durchaus  mit einer offen herumliegenden Brieftasche gleichgesetzt werden. Über die ganze Welt verstreut sitzen kriminelle Hacker die es auf schlecht abgesicherte Kryptowährungskonten abgesehen haben. So kommt es  immer wieder zu Diebstählen  von Kryptowährung. Bis jetzt ist aber, im Gegensatz zu Banknoten,  noch kein einziger Fall einer Fälschung bekannt geworden. Die Technologie entpuppt sich damit als sicherer als das Drucken von Banknoten.

 

Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es unumgänglich vor Beginn des Handelns von Experten ausführlichen Rat einzuholen. Das zahlt sich immer aus!

 

Aktuell gibt es etwa 840 Kryptowährungen.

 

Die seit 2009 erste offiziell gehandelte und wohl bekannteste ist Bitcoin mit einem Marktanteil von etwa 45% (Stand Juni 2017). Seit April 2017 erreicht der aktuelle Kurs immer neue Höhenflüge und knackte im November 2017 die 8.000 Dollar-Marke, Tendenz steigend. Neben Bitcoin sind Ether, Onecoin, Litecoin, Monero, Ripple und Dash weitere bekannte Vertreter der Kryptowährungen.

 

Rechte und Pflichten für Betreiber von Kryptowährung-Geschäften

 

Der Einsatz der noch sehr jungen Kryptowährungen vor allem aus rechtlicher Sicht hält für Unternehmen noch viele Fragen offen. Welche Rechten und Pflichten sind mit Bitcoin, Blockchain & Co. verbunden? Wie lassen sich Kryptowährungen als Zahlungsmittel rechtskonform einsetzen? Was können Unternehmen und Privatpersonen tun, die von Handelsplattformen geschädigt wurden? Diesen und vielen weiteren Fragen beantwortet das mit dem BSZ e.V. kooperierende Expertenteam spezialisierter Rechtsanwälte,

 

Dieses Expertenteam unterstützt sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen bei der Einführung und Nutzung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen und steht Interessenten in allen rechtlichen Fragestellungen zur Seite. Das Expertenteam hilft, die Blockchain datenschutzkonform einzusetzen und berät umfassend bei rechtlichen Fragen zu den neuen Zahlungsmitteln Bitcoin, Ether, Onecoin, Litecoin, Monero, Ripple, Dash etc.

 

Was es beim Handeln mit Kryptowährungen zu beachten gilt

 

Wer in Deutschland mit Kryptowährungen handelt, der braucht hierfür eine aufsichtsrechtliche Erlaubnis. Das hat die höchste deutsche Finanzaufsicht, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), in einem Urteil für das spanische Unternehmen Cryp.Trade Capital Ltd. entschieden. Wer über keine solche Genehmigung verfügt, haftet seinen Kunden gegenüber für alle Schäden, die dadurch entstanden sind. Dies kann aufgrund der enormen Volatilität der Kryptowährungen schnell existenzgefährdende Ausmaße annehmen. In der Regel kann sich der verantwortliche Unternehmer dabei auch nicht hinter einer haftungsbeschränkten Rechtsform, z.B. einer GmbH, „verstecken“ – die Haftung trifft ihn persönlich. Wer also ein Geschäft mit Kryptowährungen betreiben will, kommt auch aufgrund noch vieler offener Fragen um eine rechtliche Beratung nicht herum.

 

Wie sehen die deutschen Finanzämter den Handel mit Kryptowährungen aus umsatzsteuerrechtlicher Sicht?

 

Seit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), vom 22.10.2015 (Rs. C-264/14), mit der festgestellt wurde, dass der Handel mit Bitcoins keine Umsatzsteuer auslöst, waren sich die deutschen Investoren sicher, dass hier keinerlei Probleme mehr auftreten können. Schließlich hatte der EuGH zu dieser Frage bereits eine für die Händler von Kryptowährungen günstige Entscheidung getroffen.

 

  • Was jedoch die wenigsten wissen, ist die Tatsache, dass eine Entscheidung des EuGHs für die deutsche Finanzverwaltung nicht immer bindend ist. So hat z.B. das Finanzamt Bonn, mit Bericht vom 24.01.2018 festgestellt, dass der Handel mit Bitcoins entgegen der Entscheidung des EuGH voll umsatzsteuerpflichtig ist.

 

Wörtlich führt das Finanzamt unter Bezugnahme auf die Auffassung des Bundesfinanzministeriums in seinem Bericht vom 23.01.2018 dazu aus:

 

„Das BMF (Bundesfinanzministerium) vertritt bisher (…) die Ansicht, dass eine Befreiung der Umsätze aus dem Handel mit virtueller Währung von der Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) nicht in Betracht kommt. Es handelt sich beim Handel mit und bei der Verwendung der Umsätze von virtueller Währung insbesondere nicht um Umsätze oder die Vermittlung der Umsätze von gesetzlichen Zahlungsmitteln. (…) Der Einkauf der Verkauf von Bitcoins sind daher zunächst in vollem Umfang mehrwertsteuerpflichtig zu behandeln“

 

Auch die Bundesregierung vertritt diese Auffassung. So führte die Regierung in einer Stellungnahme zum Verfahren vor dem EuGH aus:

 

„sämtliche Zahlungsmittel, die keine gesetzlichen Zahlungsmittel sind, sollen vom Anwendungsbereich der Steuerbefreiungen ausgeschlossen werden“

 

Diese Rechtsauffassung des BMF und der Bundesregierung, die bereits durch das Finanzamt Bonn im Rahmen einer aktuellen Umsatzsteuerprüfung vom 24.01.2018 umgesetzt wurde, hat zur Folge, dass jeder Erwerbs- und Veräußerungsvorgang von Kryptowährungen 19% Umsatzsteuern auslöst, mit zum Teil wirtschaftlich katastrophalen Folgen für den einzelnen Investor. Theoretisch können hier innerhalb kürzester Zeit Steuerverbindlichkeiten auflaufen, die den Wert der gehandelten Kryptowährungen um ein Vielfaches übersteigen.

 

Was können Unternehmen und Privatpersonen tun, die von Handelsplattformen geschädigt wurden?

 

Beispiel-Fall Cryp.Trade Capital Ltd.: Das mit dem BSZ e.V. kooperierende Expertenteam spezialisierter Rechtsanwälte unterstützt die Geschädigten.

 

Durch das Urteil für die Handelsplattform Cryp.Trade Capital Ltd. werden jede weiteren Geschäfte mit Bitcoin & Co. auf dieser Plattform untersagt. Zudem ordnete die BaFin die sofortige Abwicklung des Unternehmens an. Kunden der Handelsplattform denen dadurch ein Schaden entstanden ist, sollten nun prüfen lassen, ob und welche Ansprüche geltend gemacht werden können.

 

Des weiteren könnten auch bald andere Handelsplattformen verurteilt werden, sofern sie über keine rechtliche Genehmigung von der BaFin verfügen. Betroffene sollten sich daher rechtzeitig informieren und beraten lassen. Das Expertenteam befasst sich schon seit Längerem mit den Themen Kryptowährungen, Bitcoin und Blockchain und unterstützt Betroffene daher gerne bei rechtlichen Fragestellungen.

 

Der bei dem Spezialistenteam federführende Rechtsanwalt ist Experte im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht.

 

Er beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Der Rechtsanwalt ist Gründungspartner einer überregional tätigen  bekannten Wirtschaftskanzlei.

 

Der hier berichtende Experte und Vertrauensanwalt des BSZ e.V. steht Fördermitgliedern der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Kryptowährung + Initial Coin Offering   für weitere Informationen und eine Beratung  gerne zur Verfügung.

 

Auch Sie wollen Ihre rechtlichen und steuerrechtlichen Möglichkeiten professionell durch BSZ® e.V. Vertrauensanwälte überprüfen lassen und sich auch auf den letzten Stand der Dinge bringen lassen?

 

Für die kostenlose Erstberatung durch mit dem BSZ e.V. verbundene Vertrauensanwälte vermittelt der BSZ e.V. seinen Fördermitgliedern bereits seit dem Jahr 1998 entsprechende Anwälte. Sie können gerne Fördermitglied des BSZ e.V. werden und sich kostenlos der  BSZ e.V. Interessengemeinschaft Kryptowährung + Initial Coin Offering  anschließen.

 

Ein Antrag zur Aufnahme in die BSZ e.V. Interessengemeinschaft Kryptowährung + Initial Coin Offering  kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

 

Direkter Link zum Kontaktformular:

 

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.

Groß-Zimmerner-Str. 36a

64807 Dieburg

Telefon: 06071-9816810

Telefax: 06071-9816829

E-Mail:  bsz-ev@t-online.de

Internet: http://www.fachanwalt-hotline.eu      www.anwalts-toplisten.de  

 

 

 

Dieser Text gibt den Beitrag vom 07.02.2018 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
 
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