Die allermeisten Schiffsfonds sind gegenwärtig schwer in Seenot.
03.04.2018

Das liegt nicht am Meeresgott Neptun, sondern an Reedern, Fondsinitiatoren und finanzierenden Banken, die zum gemeinsamen Vorteil und zu Lasten der Anleger Schiffe bauen ließen, unabhängig davon, ob sie tatsächlich gebraucht wurden.



Im Jahr 2005 wurden in Deutschland die reinen Steuersparmodelle vom Gesetzgeber abgeschafft. Bis dahin waren Schiffsfonds für  Anleger wegen der Steuerersparnisse aus hohen Anfangsverlusten sehr attraktiv. Auch danach wurden weiter Schiffsfonds aufgelegt und Anlegern als lukrative Geldanlage angepriesen. Wobei der Nutzen für Anleger jetzt nicht mehr aus Steuervorteilen hergeleitet wurde, sondern aus der angeblich hohen wirtschaftlichen Ertragskraft der Schifffahrtsmärkte.

 

Was Sie als Anleger nicht wissen konnten und Ihnen auch niemand gesagt hat: Nichts ist so unkalkulierbar wie der Schifffahrtsmarkt.

 

Jeder Versuch, die Entwicklung über die Dauer eines Fondslebens von 15 bis 20 Jahren zu prognostizieren, muss scheitern. Die Charterraten, auf deren Höhe es bei Schiffsfonds in erster Linie ankommt, lassen sich nicht sinnvoll vorhersagen.  Dass prognostizierte Raten nach Ablauf der Erstcharter auch nur ungefähr erreicht werden, wäre reiner Zufall.

 

Es reicht nicht, wenn in den Verkaufsprospekten der allermeisten Schiffsfonds darauf hingewiesen wird, zukünftige Charterraten könnten nicht „exakt“ prognostiziert werden. Sie können nämlich nicht nur nicht exakt, sondern im Grunde überhaupt nicht verlässlich prognostiziert werden.

 

Das einzig verlässlich auf den Schifffahrtsmärkten ist die dort herrschende Unsicherheit und das damit verbundene ständige Auf und Ab der Fracht- und Charterraten.

 

Fondsinitiatoren sehen das natürlich anders:

 

Die Misere resultiere aus einer Weltwirtschaftskrise, wird behauptet, hervorgerufen durch die Pleite der Lehman-Bank im Herbst 2008 und die sogenannte Subprime-Krise in den USA. Beides führte tatsächlich dazu, dass die Banken sich untereinander vorübergehend nicht mehr vertrauten, was den internationalen Warenaustausch im Jahr 2009 vorübergehend einschränkte und zu weniger Nachfrage nach Transportraum auf Schiffen führte.

 

Die "Nachfrage-Delle" war aber bereits 2010 ausgebügelt, trotzdem blieben die Fracht- und Charterraten im Keller. Das überrascht Fachleute nicht, denn sie wissen, dass niedrige Charterraten nur temporär auf Krisen zurückzuführen sind, sondern schlicht dem weltweit viel zu großen Angebot an Schiffstransportraum geschuldet sind.

 

  • Bereits seit der Jahrtausendwende vertreten die hier berichtenden BSZ e.V. Anlegerschutzanwälte Tausende von Anlegern und Investoren in diesem Marktsegment.

 

Im Herbst 2016 haben sich Kreditinstitute im großen Stil von Schiffsfinanzierungen getrennt. Hintergrund sind Bilanzkorrekturen, die vor allem die erheblichen Ausfallrisiken in den Büchern der Banken reduzieren sollen, die größten Teils allein aufgrund der Schiffskrise entstanden sind. 

 

Sie sind keineswegs machtlos gegenüber den Banken und Fondsemittenten.

 

Wir haben die hier berichtende BSZ e.V. Anlegerschutzkanzlei gebeten die wesentlichen Ursachen- und Wirkungszusammenhänge zu schildern. Die Rechtsanwälte  enttarnen dabei auch die Legende vom angeblichen Zusammenhang zwischen Schifffahrts- und der Weltwirtschaftskrise.

 

Übrigens….

 

Die hier berichtenden BSZ e.V. Anlegerschutzanwälte sind  Schadensersatz-Experten und setzen Ihre Ansprüche bestmöglichst durch.

 

Teil 1 zur Schifffahrtskrise

 

Seit nunmehr fast einem Jahrzehnt wird von der Schifffahrtskrise gesprochen. Nahezu jeden Tag berichten die Medien über das Thema. Um den Schifffahrtsmarkt wirklich zu verstehen, muss man Experte auf diesem Gebiet sein. Dann hat man die besten Chancen, unkundigen Mitmenschen nicht nur einen, sondern gleich mehrere Bären aufzubinden. So entsteht zum Beispiel die Legende vom vermeintlichen Zusammenhang zwischen Schifffahrts- und Weltwirtschaftskrise.

 

1. Schiffsfonds - gleiche Ziele, unterschiedliche Wege

 

Deutschen Anlegern gehört der größte Anteil an der weltweiten Containerflotte und zwar überwiegend Schiffsfonds in der Rechtsform der Kommanditgesellschaft (KG). Alle, die mit Schiffsfonds zu tun haben, wollen Gewinn machen:

 

  • Die Initiatoren der Fonds, etwa Münchmeier, Petersen Capital (MPC), Lloydfonds, HCI,
  • heute Ernst Russ AG, und noch einige andere
  • Die Reeder, die die Schiffe bereedern und/oder sogar an die Fonds verkaufen
  • Die Banken, die die Schiffe finanzieren
  • Die Banken und die freien Vertriebe, die die Fondsanteile an die Anleger verkaufen
  • Die Anleger, die die Fondsanteile kaufen

 

Der Wunsch, Gewinn zu erzielen, ist nicht verwerflich, solange der Gewinn nicht zu Lasten der „Mitspieler“ und mit gezinkten Karten realisiert wird.

 

Die „Spieler“ (Initiatoren der Fonds) legen den Fonds auf und zweigen aus dem eingesammelten Eigenkapital mehr oder weniger ein Viertel für nicht immer nachvollziehbare sogenannte „Weichkosten“ ab

 

Die Reeder gründen gern eine Gesellschaft, z. B. in Panama, die ein Schiff bei der Werft bestellt und die Gesellschaft verkauft das Schiff an einen Fonds, oft mit erheblichem Gewinn, weil die Baupreise zwischen Bestellung und Verkauf (erwartungsgemäß) gestiegen sind. Außerdem verdienen sie fünfzehn bis zwanzig Jahre lang an den Bereederungsgebühren in Höhe von 2,5 bis vier Prozent der Schiffseinnahmen und an dem späteren Schiffsverkauf bei Fonds-Ende.

 

Die Banken finanzieren beispielsweise 70 Prozent des Kaufpreises über 15 Jahre und verdienen an den Finanzierungsgebühren und den Kreditzinsen und lassen sich als Sicherheit das Schiff übereignen (Schiffshypothek). Außerdem wissen sie - im Gegensatz zum Anleger - dass ein Schiff keinen festen Wert darstellt, weil sein Wert eng mit der aktuellen Höhe der Charterraten verbunden ist und deshalb von Bewertung zu Bewertung um zig Millionen schwanken kann. Dieser Tatsache tragen die Banken dadurch Rechnung, dass sie im Kreditvertrag bei im Vergleich zum offenen Kreditbetrag niedrigem Schiffswert vom Fonds zusätzliche Sicherheiten verlangen (Loan-to-ValueKlausel). Von dem möglichen Verlangen zusätzlicher Sicherheiten erfährt der Anleger in aller Regel im Verkaufsprospekt nichts, und auch nichts von den Folgen, wenn die Sicherheiten nicht gestellt werden können, z. B. Ausschüttungssperre oder Schiffsverkauf.

 

Die Banken und freien Vertriebe verdienen an den Provisionen, die sie aus dem Verkauf der Fondsanteile von den Fonds-Initiatoren  aus deren „weichen Kosten“ erhalten, was sie den Anlegern oft ungefragt nicht mitteilen

 

Alle bisher genannten „Mitspieler“ verdienen ihr Geld sofort oder zumindest mehr oder wenigerunabhängig vom wirtschaftlichen Erfolg des Fonds und haben - wenn überhaupt - nur ein geringes Verlustrisiko.

 

Der Einzige, der das vom Verkaufsprospekt und den Anteilsverkäufern in Aussicht gestellte Geld während der Laufzeit des Fonds nur dann verdient, wenn alles so läuft, wie im Verkaufsprospekt und vom Anteilsverkäufer beschrieben, ist der Anleger. Er ist auch der Einzige, der alles verlieren kann. Er

ist der berühmte Letzte, den die Hunde beißen.

 

Und er wird oft gebissen, weil ihm der Verkaufsprospekt und auch der Anteilsverkäufer das Risiko, das er mit dem Kauf eingeht, völlig unzureichend oder gar nicht beschreiben. Ganz im Gegenteil, wo ein Risiko besteht, wird oft eine Chance herausgestellt. Gezinkte Karten eben. Die gewählte Überschrift Schiffsfonds - gleiche Ziele, unterschiedliche Wege beinhaltet also auch den berühmten Holzweg. Auf dem befindet sich immer nur einer - der Anleger, niemals seine „Mitspieler“.

 

„Anleger haben in den letzten Jahren sich gute Geschäfte mit einer Investition in Schiffsfonds versprochen und Milliarden investiert. Dass sich diese Hoffnungen nun nicht erfüllt, müssen die Anleger nun schmerzhaft zur Kenntnis nehmen“, sagt Horst Roosen, Vorstand des BSZ e.V und seit 1998 aktiv im Anlegerschutz tätig.

 

Anleger die sich nicht mit der nunmehr eingetretenen Entwicklung ihrer Schiffsbeteiligung abfinden möchten, können eine rechtliche Überprüfung ihrer Kapitalanlage und der sich daraus ergebenden Schadensersatzmöglichkeiten  durch Beitritt zu der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Schiffsfonds durch die hier berichtenden BSZ e.V. Anlegerschutzanwälte vornehmen lasse.

 

Wenn Sie finanziell bei einem Schiffsfonds engagiert sind oder sich mit der Aufforderung zur Rückzahlung bereits erhaltener Ausschüttungen konfrontiert sehen, schließen Sie sich gerne der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Schiffsfonds an.

 

Flankierend zu unserer Online Berichterstattung bieten wir jeden Sonntag den BSZ e.V. Newsletter „recht§billig“ an.   

 

Sie wollen weiterhin informiert bleiben!

 

Dann melden Sie sich hier zur BSZ e.V. Interessengemeinschaft Schiffsfonds an!

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Auch Sie wollen Ihre rechtlichen Möglichkeiten professionell durch BSZ® e.V. Vertrauensanwälte überprüfen lassen und sich auch auf den letzten Stand der Dinge bringen lassen?

 

Die Interessengemeinschaft Schiffsfonds wird durch hochqualifizierte BSZ e.V. Anlegerschutzanwälte betreut. Die Fachanwälte dieser Kanzleien verfügen in ihrem Fachgebiet über besondere theoretische Kenntnisse und praktische Erfahrungen. „Wir können damit allen betroffenen Anlegern eine qualifizierte Beratung durch Fachanwälte anbieten“, sagt Roosen. Es werden Anleger aus dem gesamten Bundesgebiet betreut.  Durch Kooperationen mit Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern sowie externen Beratungsunternehmen erreichen diese Kanzleien einen wichtigen Kompetenzvorsprung in der Prozess- und Verhandlungsstrategie.

 

Für die kostenlose Erstberatung durch mit dem BSZ e.V. verbundene Vertrauensanwälte vermittelt der BSZ e.V. seinen Fördermitgliedern bereits seit dem Jahr 1998 entsprechende Anwälte. Sie können gerne Fördermitglied des BSZ e.V. werden und sich kostenlos der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Schiffsfonds  anschließen.

 

Ein Antrag zur Aufnahme in die BSZ e.V. Interessengemeinschaf Schiffsfonds kann kostenlos und unverbindlich mittels Online-Kontaktformular, Mail, Fax oder auch per Briefpost bei dem BSZ e.V. angefordert werden.

 

Direkter Link zum Kontaktformular:

 

BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.

Groß-Zimmerner-Str. 36a

64807 Dieburg

Telefon: 06071-9816810

Telefax: 06071-9816829

E-Mail:  bsz-ev@t-online.de

Internet: http://www.fachanwalt-hotline.eu     https://schiffsfonds.wordpress.com

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Rechtshinweis

Der BSZ® e.V. sorgt mit der Veröffentlichung und Verbreitung aktueller Anlegerschutz Nachrichten seit 1998 für aktiven Anlegerschutz. Der BSZ e.V. sammelt und veröffentlicht entsprechende Informationen die über das Internet jedermann kostenlos zur Verfügung stehen. Rechtsberatung wird vom BSZ e.V. nicht durchgeführt. Fördermitglieder des BSZ e.V. können eine erste rechtliche Einschätzung kostenlos durch BSZ e.V. Vertragsanwälte vornehmen lassen.

 

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Dieser Text gibt den Beitrag vom 03.04.2018 wieder. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.
 
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